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Spanien und Gibraltar

Spanien macht sich Hoffnung und in Gibraltar ist das Chaos ausgebrochen. Der Brexit der Briten verändert die politische und diplomatische Situation zwischen Spanien und dem Felsvorsprung von Gibraltar im Süden der iberischen Halbinsel. Seit Jahrzehnten beanspruchen die Spanier das Territorium mit einer Landfläche 6,5 km² wobei hingegen bei einem Referendum am 7.11.2002 99 % der Abstimmenden der Einwohner von Gibraltar für einen Verbleib unter britischer Herrschaft stimmten .

Nur 187 Bewohner waren für eine geteilte Souveränität. Die Wahlbeteiligung seinerzeit betrug 90% . Nur einen Tag nach dem Brexit wurde der Gouverneur von Gibraltar an den Vorschlag des spanischen Außenminister García-Margallo „eine britisch-spanische Ko-Souveränität“ für die Insel erinnert. Dieser Status sollte für einen begrenzten Zeitraum gelten, der dann zur Rückgabe des britischen Gebiets an Spanien führen solle. Die Antwort hierauf war das Referendum mit einer klaren Mehrheit zur Ablehnung dieses Vorschlages. Nur zwei Tage nach dem Brexit wurde schon mit Schottland diskutiert ob und wie man selbstständig in der EU verbleiben kann. Die Geschwindigkeit, auf der Suche nach einer Lösung ist verständlich, da der Druck aus den Säulen der Wirtschaft Gibraltars seit dem erstem Tag nach dem Brexit groß ist.

Wirtschaft von Spanien und Gibraltar

Speziell der Finanzsektor mit dem Off-Shore Status, der Tourismusbereich und die internationalen Betreiber von Casino und Online-Sportwetten verlangen klare Auskunft über den Verbleib oder den Austritt aus der EU. Der Staatshaushalt von Gibraltar wurden seit dem Jahr 2004 regelmäßig Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet, die jeweils zwischen 1,1 % und 4,1 % des BIP betrugen. Im Haushaltsjahr 2011/2012 betrug das Bruttoinlandsprodukt 1.17 Mrd. Pfund , das entsprach Mitte 2012 etwa 1,8 Mrd. US Dollar. Ob diese Zahlen auch in der Zukunft zu erreichen sind bleibt fraglich, da mittlerweile ein großer Kapitalabfluss in die Vereinigten Staaten fest zu stellen ist, der aber noch nicht genau beziffert werden kann. Eine Lösung für die Glückspielindustrie ist unbedingt schnell erforderlich, da schon Gedankenspiele existieren, die Geschäftssitze nach Curacau zu verlegen.

Die Währungssituation ist ein weiterer heikler Punkt in der momentanen Situation. Zwar ist das Gibraltar Pfund eine eigenständige Währung, aber 1:1 an das britische Pfund gebunden. Um all dies zu vermeiden hatten die Einwohner von Gibraltar, mit fast 96 % für den Verbleib in der EU gestimmt und waren damit die Region mit den meisten Ja Stimmen. Ob Spanien die Lage forciert und Entscheidungen trifft beispielsweise wie im Jahr 2012, als man die Grenze zu Gibraltar praktisch schloss. Dies wurde durch verschärfte Passkontrollen erreicht bei denen stundenlange Warteschlangen entstanden und somit Pendler und Touristen praktisch Wartezeiten von 6 bis 8 Stunden hatten.